Sternenlicht am Morgen

Donnerstagmorgen.
Ich sitze in der Lichtlosigkeit des Morgens.
Die ersten gefiederten Himmelsstürmer
sind noch zögerlich,
singen sich krächzend ein,
um den Kanon des Lebens anzustimmen.
Ich sitze und lausche dem Regen,
der manchmal nicht nur draußen fällt.
Doch heute geht in meiner Brust
Die Sonne genauso auf wie im Freien.
Erst schiebt sie sich zögerlich
Über das Gebirge aus müden Gedanken,
doch dann wird sie immer kraftvoller
und lässt mich sonnenübersponnen zurück.
Manchmal habe ich das Gefühl, selbst zu leuchten.
Immer dann wenn ich etwas tue,
das mit der Zeit verschmilzt.
Die Arme voller Farbe.
Die Finger voller Tinte,
Die Augen gefüllt mit Sternenlicht.
Auch wenn in manchen Menschen
die Tage kurz sind
und die Düsternis tief,
lohnt es sich für sie immer
Nach den Sternen zu suchen.
Ich weiß, dass jeder Mensch sie in sich trägt,
aufgestickt auf dem Kleid aus Dunkelheit,
Das aus mehr Farben, als einer gewebt wurde.
Dafür muss man es lediglich schaffen
Den Blick zu heben.
Die Augen zu öffnen.
Auch wenn das lediglich für einige Steine bewegen heißt.
Auch wenn man manchmal einen braucht,
der einen in der finsteren Nacht an die Hand nimmt
Über die Felsen führt.
Ich stehe auf und strecke mich.
Sonne im Herzen,
Den Polarstern in den Augen,
Regen nur am Fenster.
Und die gefiederten Himmelstürmer,
singen vom Leben.

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