Sei tief und klar wie ein See…

Sei tief und klar wie ein See und (fast) nichts kann dir was anhaben.

Lass Dich selbst offen sein und Dein Leben wird einfacher. Ein Löffel Salz in einem Glas Wasser macht es untrinkbar. Ein Löffel aus Salz in einem See bleibt nahezu unbemerkt. (Buddha)

Vorgestern ging es um den Umgang mit Arschlöchern und Giftzwergen und da kahm mir obenstehender Spruch in den Sinn. Denn Wer käme auf den Gedanken Salz in Wunden zu streuen wenn nicht einer der Stinker dieser Welt?
Wie ihr im konkreten Situationen umgehen könnt, hab ich ja im letzten Beitrag im Notfallplan beschrieben.

Laut Buddha kann einem es ebenso helfen offen zu sein. Gelassen, tiefgründig, klar wie ein See. Mehr als ein trübes Wässerchen. Ein Tümpel. Ein Glas Leitungswasser.

Doch wie schaffe ich das? Im ersten Moment schreckt mich als Introvertierte das Wort „offen sein“ immer zurück.
Ich hab so meine Probleme damit in Gesprächsrunden (vor allem mit neuen Gesichtern) überhaupt etwas zu erzählen. Und dann soll es auch noch über mich gehen? Sobald ich meine Gedanken dazu sortiert habe, sind die Gespräche schon ganz wo anders. Vielleicht einer der Gründe warum mir die schriftliche Kommunikation so viel besser liegt und ich diesen Blog und dicke Romane mit hunderten Seiten schreibe .
An diesem Punkt muss ich mir selbst an die Nase fassen und als Lernende bezeichnen. Mittlerweile habe ich immerhin eine Anfangsfloskel für Gespräche entwickelt die mir hilft: Statt Wie geht’s so: Was beschäftigt dich? Darauf kann jeder antworten wie er will und ist nicht ein Muss, oder gut herauszupressen.

Zum Glück gibt es aber noch mehr Wege um ein tiefer See zu werden…

Schon mal eine getrocknete Grille im Schokomantel gegessen?

Ich schon. War voll okay.
Bä! Igitt! Mag jetzt so manch einer denken. Ich? Insekten essen? Niemals! Doch auch bei diesem Beispiel geht es um das offen sein. Offen für neues für neue Geschmäcker, Buchgenres, Restaurants , Sprachen, Spiele, Gedankenspiele und Hobbys.

Unser Erfahrungsschatz und Wissen gibt uns ebenso tiefe und Gelassenheit wie offene Gespräche über unser selbst. Darin bin ich meistens garnicht soo schlecht. Letztens den Wildburger anstatt das Schnitzel gegessen, heute beim Schreiben eine Pariser Jazz Session gehört und morgen … wer weiß, ich lass es auf mich zu kommen. Vor allem als Träumer sollte man viel ausprobieren, um sein inneres Feuer zu finden.

Ich habe Stille vom gesprächig sein gelernt, Tolerierung von dem Intoleranten, und Freundlichkeit vom unfreundlichen; doch seltsam, ich bin dankbar für diese Lehrer. ~ Kahlil Gibran

Also lass uns die Miesepeter und Stinker, die engstirnigen, ungeduldigen und verschlossenen Menschen unsere Lehrmeister sein, damit wir tiefgründig und Gelassen werden und jede salzige Beleidigung und Ungerechtigkeit mit einem Schulterzucken abtun.

Ich freu mich wie immer über Anregungen und eure Gedanken zu diesem Thema! 🙂

Eure,

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