Hinter dem Garten

Oft vergesse ich das es hinter dem Garten,
in dem ich sitze,
noch ein Weiter gibt.
Das die Welt nicht an dem überwucherten Maschendrahtzaun endet.
Obwohl mir die Welt manchmal wie eine schlecht gezeichnete Kulisse vorkommt.
Mit leihenhaften Schauspielern,
für die es nicht wert ist,
den Popcorntopf heiß zu machen.
Das rede ich mir zumindest gerne ein,
um mich nicht hinaus gehen zu müssen.
Das funktioniert.
Bis Du dastehst und fragst,
ob ich mitkomme.
In die Welt, hinter den Gartenzaun.
In die schräge Kulisse aus Gebäuden.
Hin zu sterilen Gärten, kantiger, unbequemer Menschlichkeit.
Ich sehe,
dass es hier schön ist.
Die Sonne scheint.
Das Gras ist Grün und voll.
Der Wind spielt in den Blättern der Birken.
Es ist oft still und friedlich.
Nur ab und zu verirrt sich ein Laut von Außen,
wie der Schrei eines fremden Vogels,
den ich nicht bestimmen kann.
Aber du stehst energisch am Tor,
mit ausgestreckter Hand.
Und ich stehe auf.
Das reicht schon,
um die gestutzten Flügel zu spüren,
für die ich selbst verantwortlich bin.
Jetzt den Garten verlassen?
Jetzt hinausgehen,
dorthin wo so viel Fremdes wartet?
Wo man Entscheidungen treffen muss,
Umgeben von andern Wesen ?
Lieber nicht.
Lieber sitze ich in meinem malerischen Käfig,
welchen ich mir selbst gebaut habe,
ohne es zu merken.
Gut das du meistens hartnäckig bist!
Gut das ich eine ausgestreckte Hand,
nicht ignorieren kann.
Weil sie deine Wärme bedeutet.
Weil deine ausgestreckte Hand,
auch meine ausgestreckte Hand ist, wenn Du mit deinen Fesseln kämpfst.
Und dann gehen wir,
füllen die öden Kulissen,
mit Leben, das Popcorn allemal Wert ist.
Auch wenn das mit rasendem Herzen passiert.
Jedes Mal
wachsen meine Flügel nach.
Machen mich freier.
Denn hinter dem Garten,
gibt es eben doch ein Weiter.

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