Der schnellste Weg vom Motzkopf zum entspannten Jedimeister

So ein Ärger! Heute morgen hat mein Hund mir an die Haustür zur Wohnung gekackt. So ein richtigen Durchfallfladen.

Igitt!

Der Tag im Arsch! Wohnung stinkt, kein Küchenpapier zum sauber machen mehr da.

Mist, Mist, Mist!

Ich könnte mich jetzt Stundenlang darüber aufregen. Mein Hund ausschimpfen der gar nicht weiß was los ist… weil er schon längst vergessen hat worum es geht. Jedem dem ich begegne erzählen was passiert ist und weiter schimpfen und Motzen.

Gehört ja aber auch irgendwie zum gutem Ton in Deutschland. Könnt ihr euch ein Stammtisch ohne Ärgern vorstellen?

Wer was zu meckern hat auch was zu erzählen. Die lauten Nachbarn die obendrein die Treppe nicht gefegt haben. Das man schon wieder im Stau steckte oder der Mann schon wieder nicht die Geschirrspülmaschine eingeräumt hat und der Hund ununterbrochen bellt.

Ja manch einer scheint nur auf der Welt zu sein um auf jeder Familienfeier wider zu erzählen wie ungerecht das Leben doch sei zum Beispiel weil mein Bruder mein Letztes Schokobrötchen von dem Bäcker gegessen hat der nun geschlossen hatte. ( und es war wirklich eines der Besten Schokobrötchen aller Zeiten !)

Doch Stopp!

Groll mit uns herumtragen ist wie das Greifen nach einem glühenden Stück Kohle in der Absicht, es nach jemandem zu werfen. Man verbrennt sich nur selbst dabei.

Buddha

Niemand würde auf die Idee kommen in ein Feuer zu greifen und glühende Kohle herausholen und diese dann auch noch festhalten… oder doch?

Ich denke das Sprichwort trifft es ziemlich genau. Was macht Groll, Wut und Ärger denn mit mir wenn ich ihn mit mir herumtrage und an andere Weiter gebe in dem ich immer wieder davon erzähle?

Wenn ich wütend bin, dann bekomme ich Bauchschmerzen, mein Gesicht verkrampft, mein Hals wird eng, mir wird heiß mir ist nach Schreien und Stampfen und Tür knallen zumute.

Man fühlt sich nicht gut und wenn man erst mal jemanden zur rede stellt und anschreit und mit den Türen knallt geht es dem anderen meistens auch nicht besser.

Ich denke nicht, das man es schafft sich nie wieder aufzuregen und Groll mit sich herum zu tragen. Aber ich denke wenn man sich Bewusst wird was Ärger eigentlich ist und die drei Begriffe:

Akzeptieren, Loslassen , Verzeihen

verinnerlicht. Können wir uns das Leben einfacher machen. Und das ist wichtig, wenn man seinen inneren Funken füttern will. Wenn wir uns weniger Ärgern und Motzen haben wir mehr Zeit für die Guten Dinge im leben. Das Träumen, Lachen und Leben.

Doch was ist Ärger eigentlich?

Ärger ist für mich eine emotionale Reaktion auf etwas was wir nicht kommen sehen konnten oder von dem wir uns etwas anderes erwartet haben. Er basiert also nur auf Überraschung oder einer Erwartungshaltung.

Zum Beispiel: der Stau.

Was passiert in mir wenn ich Los fahre? Ich erwarte pünktlich am Ziel anzukommen und dann stockt der Verkehr plötzlich. Und je länger ich stehen muss, desto später werde ich ankommen. Meine Erwartung stellt sich als falsch heraus. Was wird dann nicht geflucht, geschimpft und gehupt obwohl es davon auch nicht schneller vorwärts geht. Kenne ich ja selber. Mir passiert das auch ab und zu.

Oder das Schokobrötchen.

Meine Erwartung ist das ich mir das leckere Brötchen mit einem schönem Kakao auf dem Sofa genehmige und dann komme ich wieder und es ist weg. Meine Erwartung wurde nicht erfüllt.

Pustekuchen.

Eigentlich ist es wie in ein schwarzes Loch gezogen und dann wieder an einem andrem Punkt ausgespuckt zu werden. Ich bin auf den Wege meine Erwartung zu erfüllen plumpse rein und stehe vor einer anderen Ausgangssituation. Das Leben hat mich überrascht. Das habe ich nicht kommen sehen und ich denke wir haben genau an dem Punkt die Wahl wie wir darauf reagieren!

Um bei den Beispielen zu bleiben. Ich laufe gemütlich auf dem Weg zum Schokobrötchen werde Schwups in ein Loch gesaugt und ich lande auf einem anderem Pfad an dessen Ende es kein Brötchen gibt.

Und jetzt?

Entweder ich nehme die Kohlen in die Hand und schimpfe was das Zeug hält, versuche auf den alten Weg zurück zu kommen bewerfe vielleicht mein Bruder mit dem glühendem Zeug und spreche nicht mehr mit ihm, obwohl es unmöglich ist auf den alten Weg zurück zu kommen…

Oder ich wunder mich kurz wo ich jetzt stehe und gehe dann weiter. Kaufe mir ein neues Brötchen. Backe mir selbst welche oder suche mir eben ein anderes Ziel.

Ja, ja, das klingt so einfach! Wird der eine oder andere jetzt sagen aber der Ärger kommt doch so blitzschnell, das ich gar nicht anders kann!

Ich denke das ist Übungssache und wenn wir erst mal angefangen haben uns mehr zu Wundern als zu Ärgern geht einem das irgendwann ins Blut über.

Und wenn man zum Motzkopf mutiert gibt es immer noch einen Notfallplan, wie man schneller wieder Ruhig wird.

Akzeptieren, Loslassen ,Verzeihen

Frage dich: an welchem Punkt stehe ich jetzt. Wo bin ich vom schwarzen Loch ausgespuckt worden? (Akzeptanz)

Im Stau du Depp!

Frage dich: Wäre es besser nicht dort zu stehen?

Vielleicht, aber ich könnte auch in dem Unfallauto sitzen das den Stau verursacht, eingeklemmt und verletzt.

Frage dich: Was habe ich davon mich zu ärgern und glühende Kohlen in die Hand zu nehmen? (Loslassen)

Ich tue mir und anderen Weh. Habe Bauchschmerzen, ein heißen Kopf ein engen Hals.

Frage dich: Was kann ich tun um die Situation so zu nehmen wie sie ist? (Verzeihen – Annehmen)

Hoffen das niemand ernsthaft verletzt wurde und doch nur Baumschnittarbeiten die Ursache ist. Mich mit meinem Sitznachbar unterhalten, meine Frau küssen, Stauschokolade essen, ein Hörbuch rein schmeißen, die andern Leute in ihren Autos beim Nasebohren und schimpfen beobachten

Deine Wahrnehmung bestimmt deine Realität“ Qui- Gon Jin Star Wars

Probiert es mal aus. Denkt an Yoda, Obi Wan oder Qui Gon Jin. Ich glaube wenn die in einem Stau landen würden sie vielleicht meditieren oder sich über tiefgründige Sachen unterhalten.

Wir haben die Wahl ob wir Motzen und Kohlen festhalten oder uns Wundern und annehmen was kommt.

Probiert es doch mal aus und möge die Macht dabei mit euch sein. 🙂

Eure

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